West Highland Way – 1. Hälfte

Wandern in Schottland? Diese Idee ruft entweder totale Begeisterung oder völliges Entsetzen hervor, wenn man darüber spricht, dass man so etwas vorhat. Wir gehören zu der Gruppe mit der völligen Begeisterung, weil wir im Urlaub keinen Wert auf 30 Grad, Sonne und Strand legen. Also haben wir letztes Jahr beschlossen, dass wir dieses Jahr den West Highland Way wandern wollen und uns dann im Laufe diesen Jahres an die Feinplanung incl. Buchung der Übernachtungen gemacht. Denn ja, wir haben keine Angst vor schottischem Wetter im Urlaub, aber eine bequeme Unterkunft darf es dann schon sein und dafür muss man – anders für die (wild) Camping-Option relativ früh buchen, denn die Zahl der etwas komfortableren Unterkünfte ist nicht so riesig entlang des Wegs.

West Highland Way Startbogen

West Highland Way Startbogen in Milngavie

Wer wissen möchte, wie Wandern in Schottland so ist, kann dann hier weiterlesen.

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E5 – Etappe 6V – Finale

Nach erstaunlich ruhiger Nacht werden wir um 5:30 vom Wecker im Nachbarzimmer geweckt. Wir machen uns laaaangsam fertig und stellen fest, dass auch das Frühstücksbuffet seinen Preis wert ist. Man darf sich Brote schmieren, Tüten liegen bereit, Teewasser wird abgefüllt, das Brot ist frisch gebacken und super lecker. Kein Vergleich zu 2 abgezählten Standard-Hütten-Graubrot-Scheiben der übrigen Hütten.

Um 7:45 geht es los. Es ist echt kalt. Auf dem Schuppendach und den Wiesen ist überall Reif. Wir haben uns mit Daunenjacken, Mütze und Handschuhen gewappnet. Erstmal ca 80Hm bergab und über eine Brücke. Dann beginnt der letzte Aufstieg des Tages von 500-600Hm. Vorher tauschen wir aber noch Daunenjacke gegen Softshell, weil uns beim Aufstieg bestimmt warm werden wird.
Zunächst in Sepentinen steil bergan über ein Schotterfeld, dann folgt für den Rest des Vormittags ein gut angelegter schmaler, nur selten ausgesetzter Weg. Das sind echt Künstler, die die Steine so legen, dass daraus ein Weg oder Stufen in der Mondlandschaft werden. Vielen Dank auf jeden Fall an diese namenlosen Helden.
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E5 – Etappe 5bV

Gestern abend hat es noch viel geregnet, während wir ein unerwartet gutes und umfangreiches Halbpensionsmenü gegessen haben. Vorspeise, Suppe, Salatbuffet, Hauptspeise und Nachtisch….
Wir wachen bei Regen auf. Na super. Aber die Vorhersage war gut, wir geben die Hoffnung nicht auf. Erstmal das umfangreiche Frühstücksbuffet genießen.
Als wir um 10 aufbrechen, klart es draussen auf. Aber es ist frisch, vielleicht 5 Grad mit viel Wind.
Da wir auf der eigentlich am E5 anstehenden Martin-Busch-Hütte bereits
im Januar kein Bett mehr reservieren konnten für diesen Abend, haben wir umdisponiert und werden ab jetzt parallel zum E5 im Nachbartal gehen.

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E5 -Etappe 5aV

Wie wir gestern befürchtet haben, war es heute in den höheren Lagen neblig und kalt. Webcams sind da echt eine praktische Erfindung. 🙂
Also haben wir uns bei der Touri-Info schlau gemacht, wie wir am besten von Sölden nach Vent kommen mit einer Mischung aus Wandern und Busfahren. Die Empfehlung war ganz klar, zuerst laufen, dann fahren, weil am Ende der Weg über die Fahrstrasse geht und die keinen Spaß macht.

Bei bedecktem Himmel und frischen Temperaturen geht es dann also los. Erstmal durch Sölden, wobei wir an dem Haus vorbei kommen, wo wir vor Jahren mit Freunden im Skiurlaub gewohnt haben.

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Nicht E5 – Etappe 4b :-(

Für heute gibt es eine Planänderung. Aufgrund der Wettervorhersage und auf Empfehlung des Bergführers unserer Gruppe disponieren wir um. Statt wie geplant auf der Braunschweiger Hütte zu übernachten und morgen nach Vent ins Ötztal abzusteigen, werden wir mit dem Bus ins Ötztal fahren und in Sölden übernachten. Warum? Es wird kalt und die Schneefallgrenze sinkt auf unter 2000m, so dass wir zwar heute gut rauf, aber morgen über Gletscher und Altschnee jeweils mit voraussichtlich 30-40cm Neuschnee über einen nicht gerade Spazierweg wohl nicht wieder gut runter kommen würden. Das ist uns zu gefährlich. Alternativ könnten wir heute beide Etappen gehen, was auch die Gruppe macht, aber unsere Beine sind recht k.o. und ich hab noch dazu unter beiden dicken Zehen Blasen von gestern, die sich sicher über Entlastung freuen würden…
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E5 – Etappe 4a

Der Abend in der Gipfelhütte war noch sehr erholsam und mit leckerem Essen und spektakulären Blicken gespickt, u.a. Gewitter direkt vor dem Fenster.
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir um 8:45 auf und nehmen den Panoramaweg und nicht den Gipfelweg, denn es ziehen jede Menge Wolken über uns hinweg und der Gipfelweg bedeutet nochmal minestens 1h und 300Hm in jede Richtung mehr. Darauf verzichten wir freiwillig.

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E5 – Etappe 3

War das eine Nacht…
Gegen kurz vor 22 Uhr gehen wir schlafen und gehören damit eher zu den letzten, aber kein Wunder, wir hatten auch einen deutlich weniger anstrengenden Tag als die anderen.
Dank Mini-Kopfkissen kann ich erstmal kaum schlafen und wälze mich. Rund um Mitternacht tobt dann nah, aber nicht direkt über uns, ein fettes Gewitter. Es blitzt extrem hell und donnert richtig laut. Dann regnet es auch noch. Auch mit Ohrstöpseln ist an Schlaf nicht zu denken.
Zwischen 1&4 bekomme ich etwas Schlaf, dann muss ich leider aufs Klo und werde wach. Mir tut alles weh, das Kissen ist echt zu klein, draussen wird es hell und ich überlege, wach zu bleiben, kann dann aber doch noch mal für ca 1h schlafen.
Um 5:15 wacht auch der Alsterjogger auf, dem es ähnlich geht. Da wir sowieso um 5:45 aufstehen wollten und schon die ersten Leute durchs Haus poltern, beschliessen wir, uns langsam fertig zu machen.

Draussen milder als gedacht und wieder trocken. Die Bergschulen breiten draussen ihre gepackten Rucksäcke aus, wir stellen unsere dazu.
Eigentlich bekommen die Einzelwanderer erst ab 6:30 Frühstück, aber quetschen uns dazwischen und können so – wie geplant – um 6:30 loslaufen.

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E5 – Etappe 2b

Tag 3. Nach einem sehr leckeren Frühstück in unserer Pension wollen wir um 8:30 in das Linien-Taxi steigen, das quasi vor unserer Tür startet. Dort warten schon ein paar Leute. Als der Kleinbus endlich ankommt, ist er allerdings schon voll. Der Fahrer ordert noch einen Kollegen. Während wir warten, tauchen die beiden aus Bremen auf, die schon 800Hm Abstieg hinter sich haben. Sie wechseln kurz die Schuhe, denn sie wollen af das Taxi verzichten und stattdessen 2h zu Fuß über die Asphaltstraße ins Madau-Tal laufen. Wir sind im Taxi sehr froh, dass wir drin sitzen. Der Weg führt wunderschön durch den Wald, aber eben asphaltiert.
Zum Schluss kommt noch ein Schotterweg, auf dem uns erstmal 2 Kühe begegnen, die nur widerwillig Platz machen. Und 500m vor der Materialseilbahn steht plötzlich eine gesamte Herde auf dem Weg und ist trotz Hirte nur sehr langsam bereit, uns Platz zu machen. Unsere Fahrerin möchte auch nicht einfach losfahren, was ja denkbar wäre, aber die Tiere haben recht spitze Hörner uns sie möchte die nicht im Auto stecken haben… Verständlich.
Dann Materialseilbahn. Unsere Mitfahrer sind alle Tagestouristen, wir wollen als einzige unser Gepäck hochfahren lassen. Vorgestern war die Materialseilbahn mehr wie eine Gondelkabine, diese sieht aus wie ein flacher Autoanhänger ohne Räder aber mit Plane obendrauf. Mit dem Kurbeltelefon oben Bescheid sagen, rein mit den Rucksäcken und los geht’s.
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E5 – Etappe 2a

Warum Etappe 2a?

Wir haben – aus verschiedenen Gründen – beschlossen, den E5 bzw. das am meisten begangene Stück von Oberstdorf nach Meran nicht in 6 Tagen zu gehen, sondern die Strecke auf mehr Etappen zu verteilen. Das hat den Vorteil, dass die meisten Tagesetappen kürzer sind und wir noch dazu jede zweite Nacht etwas komfortabler und mit mehr Privatsphäre übernachten können.

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E5 – Etappe 1

Nachdem wir ja eigentlich schon letztes Jahr im August auf dem E5 die Alpen zu Fuß überqueren wollten, starten wir jetzt einen neuen Versuch.
Letztes Jahr mussten wir leider noch in der Warmlaufphase aufgeben, weil ich eine fette Halsentzündjng bekommen hab. Aber jetzt.

Um ein kleines Déjà-vu zu haben, hab ich mir in der letzten Arbeitswoche noch eine fette Halsentzündung zugezogen, aber diesmal immerhin vor dem Urlaub… 🙂

Mit ein paar Tagen Zeit zum Eingewöhnen, Gesundwerden und Warmlaufen,  fahren wir nach Oberstdorf und dann geht es los:

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