E5 – Etappe 4a

Der Abend in der Gipfelhütte war noch sehr erholsam und mit leckerem Essen und spektakulären Blicken gespickt, u.a. Gewitter direkt vor dem Fenster.
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir um 8:45 auf und nehmen den Panoramaweg und nicht den Gipfelweg, denn es ziehen jede Menge Wolken über uns hinweg und der Gipfelweg bedeutet nochmal minestens 1h und 300Hm in jede Richtung mehr. Darauf verzichten wir freiwillig.

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E5 – Etappe 3

War das eine Nacht…
Gegen kurz vor 22 Uhr gehen wir schlafen und gehören damit eher zu den letzten, aber kein Wunder, wir hatten auch einen deutlich weniger anstrengenden Tag als die anderen.
Dank Mini-Kopfkissen kann ich erstmal kaum schlafen und wälze mich. Rund um Mitternacht tobt dann nah, aber nicht direkt über uns, ein fettes Gewitter. Es blitzt extrem hell und donnert richtig laut. Dann regnet es auch noch. Auch mit Ohrstöpseln ist an Schlaf nicht zu denken.
Zwischen 1&4 bekomme ich etwas Schlaf, dann muss ich leider aufs Klo und werde wach. Mir tut alles weh, das Kissen ist echt zu klein, draussen wird es hell und ich überlege, wach zu bleiben, kann dann aber doch noch mal für ca 1h schlafen.
Um 5:15 wacht auch der Alsterjogger auf, dem es ähnlich geht. Da wir sowieso um 5:45 aufstehen wollten und schon die ersten Leute durchs Haus poltern, beschliessen wir, uns langsam fertig zu machen.

Draussen milder als gedacht und wieder trocken. Die Bergschulen breiten draussen ihre gepackten Rucksäcke aus, wir stellen unsere dazu.
Eigentlich bekommen die Einzelwanderer erst ab 6:30 Frühstück, aber quetschen uns dazwischen und können so – wie geplant – um 6:30 loslaufen.

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E5 – Etappe 2b

Tag 3. Nach einem sehr leckeren Frühstück in unserer Pension wollen wir um 8:30 in das Linien-Taxi steigen, das quasi vor unserer Tür startet. Dort warten schon ein paar Leute. Als der Kleinbus endlich ankommt, ist er allerdings schon voll. Der Fahrer ordert noch einen Kollegen. Während wir warten, tauchen die beiden aus Bremen auf, die schon 800Hm Abstieg hinter sich haben. Sie wechseln kurz die Schuhe, denn sie wollen af das Taxi verzichten und stattdessen 2h zu Fuß über die Asphaltstraße ins Madau-Tal laufen. Wir sind im Taxi sehr froh, dass wir drin sitzen. Der Weg führt wunderschön durch den Wald, aber eben asphaltiert.
Zum Schluss kommt noch ein Schotterweg, auf dem uns erstmal 2 Kühe begegnen, die nur widerwillig Platz machen. Und 500m vor der Materialseilbahn steht plötzlich eine gesamte Herde auf dem Weg und ist trotz Hirte nur sehr langsam bereit, uns Platz zu machen. Unsere Fahrerin möchte auch nicht einfach losfahren, was ja denkbar wäre, aber die Tiere haben recht spitze Hörner uns sie möchte die nicht im Auto stecken haben… Verständlich.
Dann Materialseilbahn. Unsere Mitfahrer sind alle Tagestouristen, wir wollen als einzige unser Gepäck hochfahren lassen. Vorgestern war die Materialseilbahn mehr wie eine Gondelkabine, diese sieht aus wie ein flacher Autoanhänger ohne Räder aber mit Plane obendrauf. Mit dem Kurbeltelefon oben Bescheid sagen, rein mit den Rucksäcken und los geht’s.
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E5 – Etappe 2a

Warum Etappe 2a?

Wir haben – aus verschiedenen Gründen – beschlossen, den E5 bzw. das am meisten begangene Stück von Oberstdorf nach Meran nicht in 6 Tagen zu gehen, sondern die Strecke auf mehr Etappen zu verteilen. Das hat den Vorteil, dass die meisten Tagesetappen kürzer sind und wir noch dazu jede zweite Nacht etwas komfortabler und mit mehr Privatsphäre übernachten können.

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E5 – Etappe 1

Nachdem wir ja eigentlich schon letztes Jahr im August auf dem E5 die Alpen zu Fuß überqueren wollten, starten wir jetzt einen neuen Versuch.
Letztes Jahr mussten wir leider noch in der Warmlaufphase aufgeben, weil ich eine fette Halsentzündjng bekommen hab. Aber jetzt.

Um ein kleines Déjà-vu zu haben, hab ich mir in der letzten Arbeitswoche noch eine fette Halsentzündung zugezogen, aber diesmal immerhin vor dem Urlaub… 🙂

Mit ein paar Tagen Zeit zum Eingewöhnen, Gesundwerden und Warmlaufen,  fahren wir nach Oberstdorf und dann geht es los:

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Einfach loslaufen…

…sagte mein Tandem-Gleischirmpilot zu mir – und das hab ich dann auch gemacht.

Ein paar liebe Leute haben letztes Jahr für ein Geburtstagsgeschenk zusammengelegt und mir einen Gutschein für einen Gleitschirmflug über Oberstdorf geschenkt.

Also hab ich mich seitdem wie verrückt auf unsere Oberstdorf-Reise gefreut, wo ich diesen Kindheitstraum verwirklichen konnte.

Wieso Kindheitstraum? Im Skiurlaub hab ich immer wieder mal Drachenflieger und Paraglider starten sehen und seitdem wollte ich das auch mal probieren.

Ein Fallschirmsprung ist mir nicht geheuer, einfach so mit einem Rucksack aus einem Flugzeug springen, aber am Berg loslaufen und mein Fluggerät schon aufgespannt zu sehen, das konnte ich mir vorstellen.

Also vor der Abreise in den Urlaub schon den Termin vereinbart, einen Tag vorher noch telefonisch bestätigt und am Tag X beim Frühstück noch eine Verschiebung um ein paar Stunden nach vorn bekommen.

Um 13 Uhr steh ich am Büro des Anbieters am Fuß der Nebelhornbahn und Sebi, mein Pilot, begrüßt mich. Die Formalitäten sind geklärt, ich bekomme einen von 2 dicken Rucksäcken auf und wir gehen zur Gondel. Begleitet vom Alsterjogger steigen wir in die Nebelhornbahn und fahren bis zur 2. Station. Der Gipfel ist wegen Bauarbeiten gesperrt.

Sebi fragt, ob ich nervös bin. Erstaunlicher Weise bin ich das nicht wirklich.
Wir gehen um die Station herum, schauen jemand anderem beim Starten zu und üben 2-mal „trocken“, was ih beim Start zu tun hab.

Dann wird es ernst. Helm auf, Jacke an, Gurt anlegen, Sebi breitet den Schirm aus und sortiert die Schnüre.

Der Alsterjogger zieht sich zurück und beobachtet aus der Ferne, was wir so tun. Und dann heisst es 3-2-1 Los! Und nach wenigen Schritten hängen wir unter dem Schirm und fliegen in Richtung Tal.
Ein irres Gefühl.

Zunächst halten wir uns rechts in Richtung Rubi. Wir sehen Gämsen und Wanderer und dann nutzen wir die Thermik aus, also steigende Winde und kreiseln uns mit dem Wind in die Höhe. Das ist etwas unangenehm, weil wir in recht engen Kreisen drehen und es manchmal unvermittelt wackelt und ruckelt, aber bevor sich mir alles dreht gleiten wir rüber hum gegenüberliegenden Schattenberg.

Dort das gleiche Spiel, aber mit größeren Kreisen. Zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar Fotos mit dem Selfiestick, den in meinem Geschenk war das Fotopaket enthalten.

Es ist toll, so zu schweben, das Kreiseln ist auf die Dauer aber etwas anstrengend, trotzdem genieße ich den Flug.

Ich hab keine Uhr um, bin aber sehr sicher, dass die angekündigte 1/2h Flugzeit schon längst rum ist. Da starten wir dann noch den Überflug von Oberstdorf, das ist nochmal völlig anders als so an und über den Berghängen:
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Und so ganz langsam nähern wir uns dem Erdboden. Die Luft wird wärmer, alles am Boden wird größer.
Der Landeanflug ist dann so passgenau, dass wir dem Alsterjogger quasi vor vor die Füsse laufen.

Das fühlt sich merkwürdig an, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Der Alsterjogger schaut erleichtert, dass ich wohlbehalten und mit dickem Grinsen im Gesicht vor ihm stehe.

Sebi packt alles zusammen und während wir gemeinsam zum Büro zurückgehen, kopiert er quasi im Gehen die Daten von der Kamera -Speicherkarte auf einen USB-Stick. Dann zeigt er mir noch einen kurzen Blick auf die Bilder – das sieht gut aus und schickt mir schnell noch eins aufs Handy, damit ich nicht bis zuhause warten muss, um wenigstens eins hier zeigen zu können.

Auf die Frage, ob ich das nochmal machen würde, muss ich mit einem entschiedenen „ich weiss es nicht“ antworten. Wenn, dann keinen expliziten Thermik-Flug, das kreiselt mir zu doll. Aber irgendwie wäre dann ja auch die Einzigartigkeit weg.
Vielleicht an einem besonderen Ort oder zu einer besonderen Gelegenheit.

Podcast – selbstgemacht

Hier ist es in letzter Zeit still gewesen. Zu meinem Erschrecken hab ich gesehen, dass ich im ganzen Jahr 2015 nur einen einzigen Post geschrieben hab. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es dazu kommen konnte… Obwohl, da waren diverse andere Projekte, die mich vom Bloggen abgehalten haben. Ganz getreu dem Namen dieses Blogs.

Aus 2014 hab ich sogar noch fast fertig geschriebene Posts aus unserem Wanderurlaub, die werde ich mal nachreichen…

Aber jetzt ganz aktuell:

Anfang Mai hab ich Julia in Toulouse besucht. Weiterlesen

Alfajores

Übermorgen sind wir zu einem Argentinienabend bei einem Kollegen vom Alsterjogger eingeladen. Wir haben zugesagt, Nachtisch mitzubringen. Bei der Frage, was das denn werden soll, hab ich vorhin spontan an Alfajores gedacht, die uns damals vor Ort so gut geschmeckt hatten. Das sind Doppelkekse mit Karamellfüllung.
Und da unser Vorrat noch ein zu einem Drittel gefülltes Glas Karamellcrème hergegeben hat, hab ich nach einem Rezept gesucht und bin bei CK fündig geworden.

So sieht das Ergebnis des Abends aus:

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Schmeckt gut, können wir am Donnerstag mitnehmen. 🙂

Schön war’s

Frühstück um 7 (schon mit gepacktem Auto), wir gehen in die Wild West Junction und stellen fest, dass es so gut ist, wie das Abendessen gestern .
Und schon geht es los nach Las Vegas. Wir schaffen die Strecke in ca 4,5h, die Temperatur am Auto steigt bis auf 96 F. Wir knacken aber die 100 nicht, zumindest nicht im Auto. In Las Vegas fahren wir direkt ins Parkhaus vom Mirage, wo wir – wie vor genau 2 Wochen auch – das Mittagsbuffet geniessen. Hier ein Bruchteil des Nachtisch-Buffets:

Nachtisch Mirage Weiterlesen