Faserverzückter Jahresrückblick 2016

Dieses Jahr klappt es endlich, beim faserverzückten Jahresrückblick von Ziska mitzumachen

1. 2016 – dein Craftingjahr:

die Highlights

Seit Jahren mal wieder einen Pulli gestrickt und dann auch noch einen, der mir passt. 🙂 Darauf bin ich ganz stolz.

Neues ausprobiert/gelernt?

Zuerst einen Fair Isle-Cowl gestrickt, dann einen Steeking und einen Fair Isle-Kurs bei Yarnissima bzw. Janukke gemacht. Und jetzt fehlt es mir an der Lust ein weiteres Übe-Projekt anzufangen, um an meiner Fadenspannung zu arbeiten, bevor ich ein größeres Fair Isle-Tuch anfange.

Ausserdem hab ich mich wieder mit meiner Nähmaschine angefreundet und kann jetzt diversen Kleinkram damit produzieren. Sachen für die man genau maßnehmen und bügeln und ganz genau nähen muss, sind mir gerade noch zu aufregend.

die schlimmsten Reinfälle

Das Tuch Shalimar aus 300g/2km Lace mit einem Lacemuster auf Vorder- und Rückseite ist nach ca 3 Jahren endlich fertig und ich vertrag es nicht. 😦 Der Kamelhaaranteil in der Wolle ist zu flusig und ich bekomme schlecht Luft, wenn ich es trage.

Ansonsten hab ich einfach konsequent Dinge aufgeribbelt, an denen ich nicht mehr gearbeitet habe bzw die nicht so geworden sind, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Deine Lieblingsteile 2016

Meinen Pulli und die beiden Varianten des Starshower-Cowls hab ich viel getragen.

2. Der Stash 2016

Zu- oder Abnahme?

Weiss ich nicht, da ich den Anfangsbestand von 2016 nicht kenne. 😦 Aktuell sind es ca 7,5 kg und knapp 27 km. 🙂

Hab aber nur beim Wollfest eingekauft bzw. wenn es direkt für ein Projekt war. Der Zuwachs ist also nicht so riesig.

Deine (Garn)Vorlieben 2016

Wie sonst auch, eher weich, wenig Poly, kein Angora, Mohair, Alpaka, Kamel.

Neuentdeckungen?

Auf dem Wollfest waren viele Stände mit toller Wolle, aber gekauft hab ich wenig…

Was ausgemistet?

Nichts.

3. Events und Aktionen

deine Highlights?

MMM2016 in der Podcasting auf Deutsch-Gruppe bei Ravelry. So bin ich wieder ans Nähen gekommen und habe auch das eine oder andere Projekt fertig gestellt.

Das Hamburger Wollfest, wo wieder jede Menge faserverrückter Menschen aufeinander getroffen sind, was extrem spannend ist und wo ich einige Menschen hinter den nicknames kennenlernen durfte.

neue Leute getroffen?

Ein recht spontanes Stricktreffen im April in Hannover mit Moni (nahlinse) und Eva (Fuenkchen) und natürlich das Wollfest im September. Da bekomme ich nicht mehr alle Namen zusammen…

weiteste Reise zu Craft-Events? (falls du gereist bist)

Das einzige Craft-Event, auf dem ich war, was das Wollfest und da war die Anreise ungefähr 15min mit dem Fahrrad. 🙂

4. So, und jetzt noch ein paar allgemeine Fragen zu eurem 2016, die nicht unbedingt aufs Handarbeiten bezogen sind. 🙂

Song des Jahres?

Hab ich nicht. Ich liebe Musik, höre sie aber nicht so “aktiv“, dass ich Namen von Songs oder Interpreten als Lieblingssong nennen könnte. Aber ich habe ja mit 2 Chören Konzerte vorbereitet und da war im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel Musik drin. Spannender Weise gab es in beiden Chören jeweils einen Song von Adèle, die mich beide viel begleitet hab in Form von Ohrwürmern: Skyfall und Rolling in the Deep

Buch des Jahres?

Noch so eine schwierige Frage… Wo ich doch vor allem Hörbücher höre… Ich habe diverse eher witzige Regionalkrimis gehört, z.B von Jörg Maurer und Rita Falk. Ersteren hab ich auch live bei einer Lesung erleben dürfen. Aber auch Fredrik Backman, Jonas Jonasson und Bill Bryson haben mein Hörjahr begleitet. Tatsächlich gelesen habe ich die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Aber keines von denen war ein Buch des Jahres.

Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen?

Gut, dass hier nicht Personen gefragt wird, das wäre schwieriger zu beantworten… 😉

1. Zu Fuss die Alpen überquert zu haben

2. Mit 2 Chören sehr verschiedene Erfahrungen zu sammeln und jeweils tolle Konzerte zu singen.

3. Teil der Fasercommunity zu sein, was tolle Begegnungen, viel Inspiration und meinen eigenen Podcast (ok, zusammen mit Julia) “verursacht“ hat.

Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können?

Hm – ich glaube, mir geht es in meiner kleinen Welt ganz schön gut. Von nervigen Erkältungen mal abgesehen, möchte ich in meinem direkten Umfeld wenig missen, was dieses Jahr so war.

Größer gefasst gab es dieses Jahr sehr viel schreckliche und unschöne Dinge, aber auf die hättet Ihr vermutlich auch alle gerne verzichtet.

Was hast du 2016 neues begonnen?

Podcasting und Sketchnoting, sowie 2 neue Chöre.

Wovon hast du dich 2016 getrennt?

Von wenig. Vor allem Beschäftigungen, die mir wenig Spaß gebracht haben. Mein alter Chor – nach 11 Jahren und Strickprojekte, die nicht so geworden sind wie sie sollten…

Hast du ein Motto/Vorsätze für 2017? Und wenn ja, welche?

1 Vorsatz: versuchen, besser mit meinen Kräften zu haushalten als ich es in den letzten Wochen getan habe, damit ich nicht wieder über Weihnachten von einer Mords-Erkältung umgehauen werde

1 Wunsch: weiterhin genug Zeit und Energie zu haben, um meine vielen Ideen umsetzen zu können und natürlich Zeit für Familie und Freunde

1 Motto: langweilig ist der Alltag nur, wenn wir tun, was alle machen.

Wenn du sowas hattest: Wie hat es mit deinem Motto/deinen Vorsätzen für dieses Jahr geklappt?

Hatte ich nicht nur in Bezug aufs Handarbeiten und da hatte ich die meisten Ziele realistisch genug gesteckt, um sie erreichen zu können.

Und was ausserhalb der Faserwelt noch so alles passiert ist, seht Ihr hier:

2016

 

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Antelope Canyon

Start um 7 mit Frühstück bei Denny’s, denn hier gibt es im Hotel kein Frühstück. Doch da wir jetzt in Arizona sind, fühlt es sich dank anderer Zeitzone an, als wäre es schon 8.

Es ist eine schwierige Entscheidung, wohin wir gehen, denn es gibt den Upper und den Lower Antelope Canyon und man kann mit externer Agentur oder mit den Guides direkt vor Ort gehen.
Erstmal zum Lower Canyon, weil der günstiger und weniger voll ist. (Wir folgen der Empfehlung unseres Reiseführers, was in diesem Urlaub nie schlecht war.) Externe Agenturen sind nun wirklich nicht nötig. Der Eintritt beträgt 8+20$ (Eintritt Tribal Park + Eintritt in den Canyon).

Wir könnten ein Stativ mitnehmen, müssten aber der einstündigen geführten Tour folgen zügig folgen und hätten wenig Zeit, das Stativ in Ruhe zu nutzen. Die geführte Fototour wäre 2-stündig und würde eine halbe Stunde später losgehen. Aber noch 45 min in der schon recht warmen Sonne stehen? Wir beschliessen, erstmal zusammen die normale Tour zu machen, und wenn das nicht reicht oder ein Stativ unbedingt nötig ist, könnten wir ja zu zweit nochmal eine spätere Tour machen.
Unsere Gruppe besteht aus 10 Touristen (6x DE, 2x NL und 2x USA, aber ursprünglich aus SE), sowie unserer/m Guide (gibt es dafür eine weibliche Form?) Daisy und ihrem Ehemann.
Ein Glücksgriff. Daisy gibt tolle,Tipps, wo ein schöner Blick ist, ihr Mann will auch privat fotografieren und trödelt daher, so dass wir uns nicht so beeilen müssen. Das Mädel, was die Gruppe nach uns führt hat eine Flöte dabei und spielt immer mal wieder, was wir gut mitbekommen, weil wir ja langsamer sind.
Der Canyon ist ein toller Ort und wir sind völlig begeistert. 10min Fussweg dürch „Wüste“, dann geht es eine steile Treppe runter und man steht am Boden der Schlucht zwischen den Felswänden, die zwischen 5m und „man passt gerade so durch“ weit auseinander liegen. Manchmal ist am Boden auch nur einen Fuss breit Platz.

Antelope Canyon 1 Weiterlesen

Sommer?

Ich gehöre ja nicht so wirklich zu den Sonnenanbetern und Sommerliebhabern, die schon meckern, sobald es unter 25 Grad warm ist, aber dieses Jahr freue sogar ich mich auf den  Sommer.

Heute ist es toll. Angenehme 25 Grad, der Tag war weitgehend sonnig und ich kann zum ersten Mal in diesem Jahr den Abend auf dem Balkon verbringen. Völlig ungewohnt, aber sehr schön.

Mal sehen, wie lange es so angenehm bleibt 😉

In den nächsten Tagen komme ich dann hoffentlich auch dazu, mal wieder ein paar Fotos von Projekten zu machen und hier vorzustellen, womit ich mich so beschäftigt habe in den letzten Wochen.

Edit schickt noch hinterher, dass ich nach dem Schreiben dieses Posts noch bis ca 22.30 ohne Lampe draussen stricken konnte, weil es eben quasi mitsommerlich hell war. Ja, es ist Sommer im Norden!

1 aus 130.000

Mit ein wenig Verzögerung kommt dieser Post, aber diese Eindrücke muss ich zumindest kurz schildern.
Der Abschlussgottesdienst des Kirchentags hat ja quasi in unserem Vorgarten  (aka Stadtpark) stattgefunden und so haben uns auf den Weg gemacht, um 1 von 130.000 Menschen zu sein.
Im Vorfeld waren wir ja schon etwas skeptisch: über 100.000 Menschen auf „unserer“ Stadtparkwiese – wie soll das gehen, so ganz ohne Infrastruktur?

Wir waren neugierig und haben schon am Freitag Abend die „Generalprobe“ mitgemacht. Diese hatte immerhin schon 65.000 Menschen dabei und war ein Open Air Konzert der Wise Guys an der gleichen Stelle.

Für alle Ortskundigen, die keine Bilder gesehen haben: Die Bühne stand auf der großen Wiese am See-Ende. In Richtung Planetarium waren dann an den Ecken der Wiese jeweils große Mengen Dixie-Häuschen aufgestellt.

Auf jeden Fall war es eine gute Stimmung beim Konzert, wir hatten Campingstühle dabei, so dass wir es uns bequem machen konnten. Andere hatten Picknickdecken dabei und die Hardcore-Fans standen natürlich so nah wie möglich an der Bühne.
Konzerte von Wise Guys sind eigentlich immer gut, da.muss man nichz viel sagen. Uns haben ein wenig die älteren Lieder gefehlt, da wir das neue Album noch nicht kannten. Aber verständlich, dass sie mit neuem Bass erstmal.die neuen.Stücke gesungen haben.
Spaß hatten wir trotzdem 😉
Aber da es kalt war und wir nicht zu sehr ins Gedränge geraten wollten, sind wir nichht ganz bis zum Schluß geblieben.
Die Wege wurden von netten Menschen des THW mit Licht versorgt, so dass man gut wieder zurück gefunden hat.

Bei der Annäherung an die U-Bahn wurde deutlich, wie gut der Abend vorbereitet war. Jede Menge.Hilfskräfte, die dafür gesorgt haben, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig auf den Bahnsteig gehen, Durchsagen, wohin man mit Bussen bzw. Sonderbussen gelangt. Echt gut.
Aber wir konnten ja zum Glück ganz entspannt an der Menschenmasse vorbei nach hause spazieren.

Von diesen positiven Erlebnissen bestärkt, haben wir also Sonntag.dann auch den Abschlussgottesdienst besucht. Das war wirklich noch beeindruckender. Bei strahlendem Wetter haben sich die Menschenmassen auf der Wiese verteilt, brav in den Quadraten, die von den fleissigen Helfer-Pfaddindern abgesteckt wurden, so dass Fluchtwege frei blieben. Sitzend, stehend, liegen ganz nach körperlicher Verfassung und mitgebrachter Ausrüstung haben sich alle.eingerichtet.
Den Gottesdienst als solches fand ich jetzt nicht so aussergewöhnlich, aber die gesamte Atmosphäre war sehr beeindruckend. Die vielen Menschen auf einem Fleck, alle in friedlich-fröhlicher Stimmung, der Posaunenchor aus mehreren tausend Blechblasinstrumenten – sehr, sehr schön!
Das Chaos beim Aufbruch war dann natürlich deutlich größer als beim Konzert. Zum einen waren es ungefähr doppelt so viele Menschen, zum anderen sind sie gleichzeitiger aufgebrochen.
Aber auch hier war die Menschenmasse echt ruhig, zivilisiert und friedlich und die Logistik sehr gut.

Imsgesamt eine tolle Erfahrung, aber ich glaube nicht, das ein anderes „Publikun“ genau so entspannt gewesen wäre.

ach ja: natürlich noch ein Bild:

image

Los geht’s!

Schon eine ganze Weile habe ich überlegt mal einen Blog zu schreiben, aber ich konnte mich nie entscheiden, worüber ich eigentlich schreiben will. Jetzt ist es raus, ich schreibe einfach über alles, was mich bewegt.

Und Bewegen ist ein gutes Stichwort, den Start macht eine einwöchige Wanderreise quer durch Schleswig-Holstein von der Ost- zur Nordsee: Der Nord-Ostsee-Wanderweg „rückwärts“. Und es ist gleich eine Premiere, denn ich habe so was noch nie gemacht. Eine Woche mit allem Gepäck laufen. Ich bin schon sehr gespannt.