Turm aus Feigen und Ziegenkäse

Neulich habe ich beim Surfen im Netz irgendwo ein Foto gesehen, auf dem Scheiben von Feigen und geschmolzenem Ziegenkäse geschichtet waren.

Kurz danach musste ich beim Besuch im Supermarkt an dieses Bild denken, als dort so schöne frische Feigen an der Obsttheke waren. Also schnell mal eingepackt und auch noch eine Rolle Ziegenkäse aus dem Kühlregal genommen, weil ich an dem Tag tatsächlich Zeit zum Kochen hatte. Zum Glück nicht nur zum Kochen, sondern auch noch zum Fotografieren.

Und dann war es ganz einfach.

1-2 Feigen pro Person
2 Scheiben Ziegenkäse-Rolle pro Feige
1/2 Löffel Honig pro Person

Die Feigen dritteln (parallel zur Unterseite schneiden) und knapp 1 cm dicke Scheiben vom Käse abschneiden.

Feige und Käse vor der Hitzeschock

Die Feigen- und Käsescheiben für wenige Minuten in den Ofen/unter den Grill schieben. Ich habe zusätzlich zum normalen Backofen so einen kleinen Backofen, in den genau eine TK-Pizza reingeht – noch aus Studienzeiten – der ist ohne Vorheizen sofort warm. Ich habe gut 3 Min bei 200 Grad gewählt.

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Die Wiederentdeckung des Jahres

In den letzten Wochen habe ich Sandkuchen neu entdeckt.
Alles fing damit an, dass sich mein Kollege, dessen Geburtstagstisch ich vorbereiten sollte, zu seinem Geburtstag Sandkuchen gewünscht hat.
Meine Recherche im Netz und diversen Backbüchern hat dann sehr viele verschiedene Mengenverhältnisse für die mehr oder weniger gleichen Zutaten ergeben, so dass mir das nicht weitergeholfen hat.
Mir war klar, dass es für Sandkuchen DAS perfekte Rezept geben muss, damit der Kuchen zwar fluffig ist, aber eben nicht staubtrocken.

Was ist also die beste Option? Genau, Mama fragen. 😉

Die Antwort kam per What’s App mit einem Foto des von ihr favorisierten Rezepts. Ein Blick auf das Foto, ich trau meinen Augen nicht: eine in meiner eigenen Handschrift geschriebene Karteikarte mit der Überschrift

Sandkuchen (bestes Rezept)

Rückfrage: “Ist das etwa meine Handschrift?“
Antwort: “Kannst Du mal sehen, was ich alles aufhebe…“

Nachdem ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen wäre, hab ich mich dann ans Backen gemacht und tatsächlich mein jugendliches Ich hat nicht zu viel versprochen, der Kuchen hat genau die richtige Konsistenz bekommen.

Im Büro war der Kuchen schneller aufgegessen, als ich gucken konnte und alle waren völlig begeistert.

Mittlerweile habe ich nochmal nachgebacken und auch Gelegenheit gehabt, ein Foto zu machen:

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Und wer das jetzt auch ausprobieren möchte, hier kommt das Rezept:

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Alfajores

Übermorgen sind wir zu einem Argentinienabend bei einem Kollegen vom Alsterjogger eingeladen. Wir haben zugesagt, Nachtisch mitzubringen. Bei der Frage, was das denn werden soll, hab ich vorhin spontan an Alfajores gedacht, die uns damals vor Ort so gut geschmeckt hatten. Das sind Doppelkekse mit Karamellfüllung.
Und da unser Vorrat noch ein zu einem Drittel gefülltes Glas Karamellcrème hergegeben hat, hab ich nach einem Rezept gesucht und bin bei CK fündig geworden.

So sieht das Ergebnis des Abends aus:

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Schmeckt gut, können wir am Donnerstag mitnehmen. 🙂

Sommer in der Stadt

Man glaubt es kaum, aber der Sommer scheint endlich in (Nord-)Deutschland angekommen zu sein…;-)

Wir haben haben ein entspanntes sommerliches Wochenende hinter uns mit vielen verschiedenen Eindrücken:
Knit Night am Freitag,
Samstag: 3kg Erdbeermarmelade gekocht, Kuchen und Brot gebacken, auf dem Balkon gesessen
Sonntag: Frühstück auf dem Balkon mit selbstgebackenem Brot und hausgemachter Marmelade, Stricktreff im Café, Open Air Poetry Slam im Abendlicht in der Hafencity, mit dem Rad an der Alster entlang nach Hause, noch mehr Balkon und insgesamt super viel Fahrrad.

Der Poetry Slam war Teil unseres monatlichen Kulturprogramms. D.h. jeden Monat nehmen wir uns vor, mindestens eine Kulturveranstaltung (im weiteren Sinne) zu besuchen. Jeder ist abwechselnd für einen Monat zuständig, der/die andere lässt sich überraschen.
Für heute hatte der Alsterjogger den Poetry Slam ausgewählt. Das Ganze findet am Magdeburger Hafen (Osakaallee, gegenüber vom Maritimen Museum) statt. Die Zuschauer sitzen auf einer Treppe und Bänken wie einem Freilichttheater. 1 Moderator und 5 Poeten unterhalten das Publikum mit eigenen Geschichten und Gedichten unterschiedlichster Art. Eine Jury (zufällig aus dem Publikum ausgewählt) vergibt Punkte und die besten zwei treten im Finale noch einmal gegeneinander an. Die Finalrunde wird durch den Beifall des Publikums entschieden.
Fazit: Wir haben zwar nicht super bequem gesessen und auch etwas weiter weg, aber wir es waren unterhaltsame 90 Minuten. Vielleicht ergibt sich dazu ja noch einmal die Gelegenheit.

Und weil die Atmosphäre recht informell war, hab ich sogar noch weiter gestrickt, denn das Strickzeug hatte ich noch in der Tasche, schliesslich bin ich vom Stricktreff aus dorthin gefahren 😉

Hühnerbrühe

Erkältungsbedingt war ich etwas ruhiger in den letzten Wochen, weil mir ein wenig die Energie gefehlt hat, um hier was zu schreiben, aber das kann ja nur wieder besser werden.

Dafür hat mein Erkältungs-Bekämpfungsprogramm gleich ein neues Rezept ergeben.
Zum ersten Mal habe ich selbst Hühnerbrühe gekocht und festgestellt, wie einfach das ist 😉
Dass die gesund und ein gutes Hausmittel gegen Erkältungen ist, ist ja allgemein bekannt, also hab ich beschlossen, dass die Suppe auch gegen meine Erkältung helfen muss.

Und siehe da, sie ist sogar total einfach zuzubereiten:
1 Suppenhuhn
Suppengrün 1-2 Bund (oder eine große Packung TK-Suppengrün, das ist dann schon geschnitten)
1 Ingwerknolle
Salz, Pfeffer
Majoran
weitere Gewürze nach Geschmack
kleine Nudeln, z.B. Sterne oder Buchstaben

Und was macht man damit?
Gemüse putzen und klein schneiden, den Ingwer nur schälen und zusammen mit dem Huhn und den Gewürzen in einen entsprechend großen Topf füllen. Mit ca 1,5l Wasser auffüllen und mindestens 2h kochen lassen, bis das Huhn gar ist bzw. vom Fleisch fällt.
Das Huhn aus dem Topf nehmen und zerlegen, währenddessen Nudeln in den Topf werfen.
Das klein geschnittene Hühnerfleisch wieder in den Topf zurück geben, damit es schön warm bleibt. Nach Wunsch abschmecken.
Dann kann man auch schon genießen

Ihr seht, das kann man sogar kochen, während man schläft, denn eigentlich muss man nur warten 😉
Man muss es nur vorher einmal in den Supermarkt schaffen, um Huhn und Gemüse einzukaufen.

Picknick-Schnecken

Mal wieder ein Küchenexperiment, leider ohne Foto, aber die Teile waren schneller vernichtet als ich zur Kamera greifen konnte.

In einem der Rezepteforen hatte ich was von Pesto-Schnecken gelesen, die allerdings aus Blätterteig bestanden. Da ich Pesto mag, Blätterteig aber meist doch zu fettig finde habe ich überlegt, wie das wohl fettärmer, aber genau so einfach umzuwandeln wäre.

Und siehe da: fertiger Pizza-Teig aus dem Kühlregal. Ich habe also eine Packung „Pizza zum Selbermachen“ besorgt und für das Picknick im Park am letzten Dienstag Picknick-Schnecken gemacht.

Und weil das so einfach war, schreibe ich hier auch die ganze Vorgeschichte auf, sonst gibt es ja nichts zu lesen 🙂

1 fertiger Pizzateig aus dem Kühlregal
ca. 1/2 Glas Pesto
Geriebener Käse (eine handvoll)

Pesto ca. 2-3mm dick auf den Pizzateig streichen, Käse darüber streuen.
Alles einrollen und fingerdicke Scheiben schneiden. Das ergibt knapp 20 Scheiben. Diese im vorgeheizten Backofen ca 15-20min bei 180 Grad backen.

Wenn man mehr Zeit hat und noch etwas gesünder backen will, schmeckt es bestimmt auch mit selbstgemachtem (Vollkorn-) Teig sehr gut.

Kleiner Nachtrag: habe heute welche mit ins Büro genommen für die Kollegen und konnte dabei ein Foto machen:
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Abenteuer Marmelade

Vor ein paar Wochen habe ich ein ruhiges Wochenende genutzt und auf dem Markt einen Großeinkauf diverser Obstsorten vorgenommen. Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich Erdbeermarmelade und Blaubeermuffins gemacht und dann noch eine etwas ungewöhnliche Marmeladen-Kreation, die ich hier festhalten will.

Auf dem Markt konnte ich mich weder entscheiden noch beherrschen und um nicht mit 10kg Obst nach Hause zu kommen, habe ich von mehreren Sorten jeweils ein bisschen gekauft. Und das ist (natürlich gewaschen und klein geschnitten) in den Topf gewandert, wo ich die Masse noch püriert habe. Achtung, brennt schnell an!

750g Himbeeren
500g Aprikosen (Gewicht vor dem Entsteinen)
2 Bananen
Erdbeeren (bis 1,5kg voll waren)
500g Gelierzucker 3:1

Zugegeben, das klingt etwas abenteuerlich, aber es ist eine schöne rote, samtig weiche, sommerliche Marmelade geworden, die ich sicherlich nochmal machen werde – mein Sommertraum!

Himbeer-Traum