Neckarsteig – Tag 5: Abkürzung

Heute gab es erstmal ein sehr leckeres Frühstücksbüffet im Hotel und dann machen wir uns auf den Weg, nochmal mit Rucksack, nochmal ca. 17 km. Heute aber mit mehr Abstieg und auch noch mehr Aufstieg. Der Wanderplan weist aber schon eine 4km-Abkürzung aus, kurz vor Eberbach, die noch dazu ein paar Höhenmeter einspart, so wir wohl weniger laufen werden.

Es erwartet uns erneut eine Etappe ohne Einkehrmöglichkeit und wir fragen uns, wie das zu einem Premium-Weg passt, wenn man für eine 18km-Etappe alle Verpflegung mitbringen muss.

Zunächst führt uns der Weg schön durch den Wald, ein bisschen rauf, etwas mehr runter. Dort – wie auch den ganzen Tag – wechselt es immer wieder zwischen breiten Forstwegen, die befahren werden könnten und schönen schmalen Waldpfaden ab. Immer dann, wenn wir denken, dass wir jetzt genug von dem einen haben, wechselt es wieder. Wir kommen also mal schön schnell vorwärts, mal haben wir die etwas verwinkelteren kleinen Wege, wo man aufpassen sollte, wo man die Füße hinsetzt.

Relativ früh bekommen wir den Neckar wieder zu Gesicht:

Kurz danach biegen wir auf einen Weg ab, der ein Respekt einflößendes Schild am Eingang hat

Aber eigentlich lässt sich die Strecke (mit etwas Konzentration und Alpenerfahrung) gut gehen:

… vor allem, weil hier vor wenigen Tagen jemand mit entsprechendem Werkzeug die Brombeerranken zurück geschnitten hat. Wir können an einigen Stellen erahnen, dass wir hier sonst mit kurzen Hosenbeinen sehr gelitten hätten.

Erste Station nach knapp 2 Stunden (wir sind wieder schneller als die Angabe im Buch) ist die Ruine Stolzeneck, hier machen wir eine kurze Pause.

Danach geht es kräftig bergab zum Neckar runter, wo wir nach einer weiteren halben Stunde auf der Schleuse Rockenau den Fluss überqueren. Im Anschluss müssen wir ein paar 100 Meter direkt an der Bundesstraße gehen. Nicht optimal. Aber mit wenig Verkehr und einem leeren Parkstreifen ist es ok.

Und wieder geht’s bergauf, ca 60 Höhenmeter relativ steil. Der Weg ist im Anstieg zwar fahrstrassenbreit, aber ziemlich mit Gras zugewachsen. Das wirkt nicht wie ein viel begangener Weg. 🤔

Endlich auf der Höhe, geht es jetzt relativ eben weiter, wir machen Strecke. Haben noch nicht viel gegessen seit dem Frühstück, aber ohne Bank wollen wir auch keine Pause machen. Wir hoffen auf Bänke beim Aussichtspunkt Teufelskanzel.

Der Blick ist toll, Bänke gibt es nicht. Immerhin aber große Steine, auf denen wir sitzen und picknicken können. Richtig bequem ist es aber nicht.

Und weiter geht’s. Nach einer Viertelstunde sind wir weitere 100m höher auf dem Schollerbuckel. Hier gibt es wieder so eine bequeme Liegestuhlbank, mit besserer Aussicht als gestern. Und sie ist frei!

Da wir ja schon beschlossen haben, den Weg abzukürzen, wissen wir, dass wir nur noch ca 1h vor uns haben und sind entspannt.

Weiter geht es – mal wieder durch Streuobstwiesen – heute auch mit Schafen.

An dem Abzweig, der noch eine weitere 4km Rundstrecke mit diversen Höhenmetern verspricht, gehen wir einfach geradeaus weiter und nach ein paar hundert Metern treffen wir wieder auf die Wegmarkierungen. Sehr entspannt.

Und dann kommt noch ein letzter Abstieg auf einem mittelbreiten, einfach zu gehenden, aber durchaus nicht sehr flachen Wegstück und wir stehen am Ortsrand von Eberbach. Doch stehen auch zwei Frauen, die wir heute mehrfach getroffen haben. Die sind in weiten Teilen auf dem Neckarsteig gewandert, aber nicht immer und fragen sich gerade, warum sie „schon“ so weit unten sind. Sie hatten nämlich die Abkürzung NICHT gehen wollen und überlegten dementsprechend gerade, ob sie die letzten ca 1,5km wieder rauf, die fehlenden 4 km (mit kräftiger Steigungen) und die letzten 1,5km wieder runter gehen wollten. 🤔 so eine Frage würde ich mir nie stellen, denke ich. 😉

Beim Abendessen haben wir sie vorhin in der Altstadt gesehen und sie wirkten so k.o. als hätten sie das tatsächlich noch gemacht. Und was soll ich sagen, auch die Rentner der letzten beiden Tage waren wieder da.

Wir sind aber heute Nachmittag dann erstmal in die Altstadt spaziert. Und da Mister nochnprojekt schon seit Tagen von einer Eisschokolade fantasiert, aber entweder kein Eiscafé in der Nähe ist oder ihm die Schlangen an selbigem zu lang sind, haben wir uns heute sofort in ein Eiscafé begeben und die Fantasie in sehr leckere Realität verwandelt.

Unser Hotel ist nett, wir haben lecker gegessen und jetzt ist Erholung angesagt. 😀

2 Gedanken zu „Neckarsteig – Tag 5: Abkürzung

  1. Der Nackarsteig sieht wirklich toll aus! Schöne Wege, tolle Aussichten, Burgen, Wasser und Wald. Was will man mehr? (Okay, vielleicht ein paar Restaurationen …) 😀

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