Neckarsteig – Tag 3: in Wald und Schlucht

Heute war der vermutlich wärmste Tag unserer Tour. Glücklicher Weise haben wir aber weite Teile des Tages auf Waldwegen verbracht, so dass wir nicht so doll geschwitzt haben wie befürchtet.

Der Weg selbst war heute gut zu gehen, viel auf und ab, mal auf breiten mal auf schmalen Wegen, mal sanfte Steigung, mal ziemlich steil.

Ach so: ca 15km von Mosbach nach Neckargerach, 5h reine Gehzeit laut Wanderführer.

Viel Aussicht gab es aber nicht, meist waren Bäume davor. Hier mal ein Blick auf Obrigheim. Falls Euch der Name bekannt vorkommt: das ehemalige AKW ist rechts außerhalb vom Bild.

Obrigheim

Nachdem wir die letzten beiden Tage eher einsam unterwegs waren, sind wir heute immer wieder auf Wanderer und sogar ganze Gruppen getroffen. Total ungewohnt.

Gleich heute morgen fragte uns ein Rentnerpaar nach dem Weg, sie hatten das gleiche Ziel wie wir, aber wohl keine Orientierung. Sie sind dann zügig vor uns her marschiert, die Wanderstöcke jeweils ungenutzt in einer Hand, in der anderen Wegbeschreibung bzw. Wanderkarte. Aber der Weg war an der Stelle eben, warum also nicht?

Schon an der nächsten Weggabelung, wo man etwas nach dem nächsten Schild suchen musste, haben wir sie dann überholt, während sie in die falsche Richtung gelaufen waren und dort jemanden nach dem Weg gefragt haben.

Wenige Minuten später haben sie uns dann bei einem knackigen Anstieg überholt, natürlich hatten sie die Stöcke nicht in Benutzung.

Oben war dann eine Weggabelung ohne Schilder, da haben wir sie wieder eingeholt. Dann haben wir kurz danach eine kurze Pause eingelegt und danach haben wir sie nicht mehr gesehen. 🤷‍♀️

Wir hoffen, sie sind gut angekommen.

Aber kann mir mal jemand erklären, warum man/frau seine Stöcke nur rumträgt – in der Hand – statt sie zu benutzen? Ist doch total ineffizient.

Der einzige Gasthof auf dem Weg hatte leider mittags nicht auf und so haben wir unterwegs ein leckeres Picknick aus dem Supermarkt gefuttert, da wir das gestern schon gelesen hatten. Soviel zu Premium-Wanderweg. Für morgen konnten wir noch nicht rausfinden, ob der Gasthof am Weg geöffnet hat. Laut Wanderführer aus 2014 müsste er das, aber wollen wir uns darauf verlassen?

Der Höhepunkt des Tages war aber sicher der Abstieg durch Margarethenschlucht. Ein alpiner Klettersteig, für den man laut Reiseführer auch gelenkig sein sollte.

Die Schlucht ist nur ca. 600m lang, aber man legt eine deutlich längere Strecke zurück. Sehr schöner Weg. Fast überall mit Seilen gesichert, viele Stufen, z.T. mehr als kniehoch. Wir hatten Spaß, waren aber auch mehr oder weniger die einzigen auf dem Weg runter, alle anderen im Aufstieg.

Im oberen Drittel saßen 4 Senior*innen völlig fertig auf dem Weg. Rein optisch (Kleidung, Ausrüstung, Ausstrahlung) gehörten die eher auf einen netten Spazierweg als in die Schlucht. Keine Ahnung, wie die einige der Wegstellen in ihren wadenlangen Röcken (!) überwunden haben. 🙈

Aber für alle wenig kletterwütigen, sowie für schlechtes Wetter gibt es auch eine Umgehungsstrecke.

In Neckargerach war ebenfalls nicht viel an Gastro, das einen offenen Eindruck gemacht hätte. Aber immerhin der Bäcker war offen und im Rathaus gab es gepflegte öffentliche (und kostenlose!) Toiletten.

Nach knapp 5h hatten wir unser Ziel erreicht, inclusive aller Pausen. Sehr verwunderlich. Normal schaffen wir noch nicht mal exklusive Pausen die Angaben für die Wege. 😀

Morgen kommt dann die erste Etappe mit vollem Gepäck und die ist dann auch gleich mal 18 km lang. Wir werden sehen.

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