Neckarsteig – Tag 2: viel Steig, wenig Neckar

Auch heute haben wir Glück und können bei spätsommerlichen 25 Grad wandern. Morgens ist es aber durchaus sehr frisch, nachmittags hätten wir auch ein paar Grad weniger genommen.

Heute zu Beginn wieder Schienenersatzverkehr und S-Bahn zurück nach Gundelsheim. In der netten Bäckerei von gestern decken wir uns mit Laugenbrötle ein und los geht’s (auch heute weichen wir für einen Altstadt-Abstecher etwas vom Weg ab).

Gundelsheim

Damit der Kreislauf gut in Schwung kommt, startet der Weg dann mit einem knackigen Aufstieg auf einer Treppe entlang der Weinberge. Wir sind ganz froh, dort halbwegs im Schatten zu sein. Am Fuß der Treppe müssten wir doch auf die Karte schauen, weil es zwei Treppen, aber keine Schilder gibt. GPS sei Dank, haben wir uns für die richtige entschieden.

Oben auf dem Michaelsberg angekommen, belohnt uns eine tolle Aussicht, die wir leider nicht fotografiert haben. Dann werfen wir einen kurzen Blick in die recht alte, aber gut erhaltene Michaelskirche. An der Aussenmauer steht sogar ein römischer Opferstein.

Leider asphaltiert geht es weiter, aber dafür werden wir mit leckeren Gerüchen von den vielen Obstbäumen belohnt, die den Weg säumen. Und dann geht es auch gleich wieder bergab. Ein schmaler Pfad bringt uns in Serpentinen zurück an den Neckar, direkt zum Bahnhof Haßmersheim. Der Bahnhof ist auf der einen Seite des Neckar, der Ort auf der anderen. Früher gab es eine Fähre, seit ein paar Jahren eine spektakuläre Hängebrücke, von wo aus wir natürlich ein paar Fotos machen.

Brücke in HaßmersheimNeckar bei Haßmersheim

Auf dem Bild ist rechts schon Burg Hornberg zu sehen, wie wir rasten wollen. Also nur ein kurzer Stop an Brücke & Bahnhof und weiter geht es. Wir treffen auf zwei Wanderer, die uns auf dem Neckarsteig entgegen kommen. Was wir in 9 Tagen vorhaben, haben die beiden in 4 gemacht. Respekt. Sonst ist es aber eher einsam auf dem Weg.

Durch den Wald wandern wir bergauf an einer Schlucht entlang. Sehr schön, aber immer wieder ist der Weg recht eng zugewachsen und Brennnesseln, Brombeerranken und anderes Grünzeug kommen unseren nackten Beinen recht nah.

Dann können wir auf die andere Seite der Schlucht wechseln und der Weg wird ebener, so dass wir dann schnell an ungefähren Halbzeitziel für heute ankommen.

Auf der Aussichtsterrasse der Burg Hornberg genießen wir jeder eine Suppe (eher gehobene Preisklasse, aber sehr lecker) und versuchen die internationale Gruppe einer Firmenveranstaltung und schwerhöriges Rentnerehepaar auszublenden, die uns doch etwas von der Aussicht ablenken.

Burg HornbergBlick von Burg Hornberg

Dann auf zur zweiten Hälfte und schon wieder ist der Weg nicht ganz eindeutig zu finden. GPS-Track und Wanderführer geben verschiedene Informationen, Schilder sind nur für die anderen Wege zu sehen, die hier parallel laufen. Und dann landen wir auch noch mitten in einer Großfamilie, die den Weg blockiert. Aber irgendwie finden wir den richtigen Weg wieder.

Bei unserem Umweg laufen wir wieder schön durch einen engen grünen Weg:

Durch den Wald

Es kommt noch einiges an Auf und Ab auf schönen Waldwegen und dann kommt endlich auch der finale Abstieg nach Mosbach.

Mosbach

4 Gedanken zu „Neckarsteig – Tag 2: viel Steig, wenig Neckar

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