Die Wiederentdeckung des Jahres

In den letzten Wochen habe ich Sandkuchen neu entdeckt.
Alles fing damit an, dass sich mein Kollege, dessen Geburtstagstisch ich vorbereiten sollte, zu seinem Geburtstag Sandkuchen gewünscht hat.
Meine Recherche im Netz und diversen Backbüchern hat dann sehr viele verschiedene Mengenverhältnisse für die mehr oder weniger gleichen Zutaten ergeben, so dass mir das nicht weitergeholfen hat.
Mir war klar, dass es für Sandkuchen DAS perfekte Rezept geben muss, damit der Kuchen zwar fluffig ist, aber eben nicht staubtrocken.

Was ist also die beste Option? Genau, Mama fragen. 😉

Die Antwort kam per What’s App mit einem Foto des von ihr favorisierten Rezepts. Ein Blick auf das Foto, ich trau meinen Augen nicht: eine in meiner eigenen Handschrift geschriebene Karteikarte mit der Überschrift

Sandkuchen (bestes Rezept)

Rückfrage: “Ist das etwa meine Handschrift?“
Antwort: “Kannst Du mal sehen, was ich alles aufhebe…“

Nachdem ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen wäre, hab ich mich dann ans Backen gemacht und tatsächlich mein jugendliches Ich hat nicht zu viel versprochen, der Kuchen hat genau die richtige Konsistenz bekommen.

Im Büro war der Kuchen schneller aufgegessen, als ich gucken konnte und alle waren völlig begeistert.

Mittlerweile habe ich nochmal nachgebacken und auch Gelegenheit gehabt, ein Foto zu machen:

1607_110

Und wer das jetzt auch ausprobieren möchte, hier kommt das Rezept:

Sandkuchen (bestes Rezept)

Zutaten:
250g Butter (Margarine hat auch funktioniert)
250g Zucker
250g Mehl  (kann man sich aber besser merken)
125g Mehl
125g Stärke
4 Eier
1 kleiner TL Backpulver

Butter sahnig rühren, abwechselnd Zucker, Eier und löffelweise das Mehl (incl Backpulver) zugeben und eine halbe Stunde (!) lang rühren.

Backofen auf 175 – 190 Grad vorheizen.

In einer gefetteten Kastenform 65-75 min lang backen, in der Form abkühlen lassen.

Eine Quellenangabe kann ich leider nicht machen, die hab ich damals nicht notiert. 😦
Das Geheimnis scheint im langen Rühren zu liegen. Dadurch bekommt der gesamte Teig eine Konsistenz, die in Richtung Eischnee geht, sehr faszinierend, wenn man das zum ersten Mal “erlebt“.

Folgende Tipps hab ich noch dazu:
1. Küchenmaschine benutzen, wenn man eine hat, sonst gibt es lahme Arme.
2. Am besten gleich die doppelte Menge machen, wenn die Küchenmaschine das vom Volumen her packt und den zweiten Kuchen einfrieren.
3. Ihr könnt problemlos ca 4 (bzw 8 bei doppelter Menge) “Muffin“-Portionen abzwacken und separat backen (natürlich kürzer), der Kuchen wird trotzdem noch groß genug. Ich hab das in so einzelnen Silikonförmchen gemacht, die kann man so gut rund die Kastenform im Ofen drapieren.

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3 Gedanken zu „Die Wiederentdeckung des Jahres

  1. Pingback: 005 -Couchgespräch – wollgespräche

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