E5 – Etappe 2b

Tag 3. Nach einem sehr leckeren Frühstück in unserer Pension wollen wir um 8:30 in das Linien-Taxi steigen, das quasi vor unserer Tür startet. Dort warten schon ein paar Leute. Als der Kleinbus endlich ankommt, ist er allerdings schon voll. Der Fahrer ordert noch einen Kollegen. Während wir warten, tauchen die beiden aus Bremen auf, die schon 800Hm Abstieg hinter sich haben. Sie wechseln kurz die Schuhe, denn sie wollen af das Taxi verzichten und stattdessen 2h zu Fuß über die Asphaltstraße ins Madau-Tal laufen. Wir sind im Taxi sehr froh, dass wir drin sitzen. Der Weg führt wunderschön durch den Wald, aber eben asphaltiert.
Zum Schluss kommt noch ein Schotterweg, auf dem uns erstmal 2 Kühe begegnen, die nur widerwillig Platz machen. Und 500m vor der Materialseilbahn steht plötzlich eine gesamte Herde auf dem Weg und ist trotz Hirte nur sehr langsam bereit, uns Platz zu machen. Unsere Fahrerin möchte auch nicht einfach losfahren, was ja denkbar wäre, aber die Tiere haben recht spitze Hörner uns sie möchte die nicht im Auto stecken haben… Verständlich.
Dann Materialseilbahn. Unsere Mitfahrer sind alle Tagestouristen, wir wollen als einzige unser Gepäck hochfahren lassen. Vorgestern war die Materialseilbahn mehr wie eine Gondelkabine, diese sieht aus wie ein flacher Autoanhänger ohne Räder aber mit Plane obendrauf. Mit dem Kurbeltelefon oben Bescheid sagen, rein mit den Rucksäcken und los geht’s.
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800Hm liegen vor uns, relativ steil. Erst im Schatten, dann zunehmend in der Sonne, aber es ist weniger warm als vor 2 Tagen.
Wir gehen an jeder Menge Blumen vorbei, 3 Pferde, 1 Wasserfall und Altschneefelder. Insgesamt ist der Weg fast versteckt, wir können kaum vorhersagen, wo es langgehen wird.

Plötzlich – nach einer Kurve – sehen wir die Hütte vor uns liegen und dann dauert es nicht mehr lange. Es ist sehr beeindruckend hier oben. Wie ein großer grüner Talkessel umrundet von lauter Gipfeln und mittendrin die Hütte.
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Ausser uns uns sind erstmal nur Tageswanderer da, die so langsam absteigen, um unten das Taxi zurück nicht zu verpassen.
Das Hüttenteam ist schlechter organisiert als auf der Kemptner Hütte, wir müssen fast 2h warten, bis wir unser Bett zugewiesen bekommen. Ein 4-er-Zimmer mit einem Paar aus Stuttgart.
Im Lauf des Nachmittags sitzen wir in einer netten Runde draussen, es sammeln sich quasi die Nicht-Bergschulen-Wanderer. Darunter einige etwas verpeilte, die mit der Alpenquerung ihre erste Alpenwanderung überhaupt machen oder die finden, dass man an die morgen bevorstehende Etappe ja noch eine zweite dranhängen könnte, damit sich der Tag lohnt…
Nach dem Essen – wir müssen wegen Platzmangel warten, bis die Bergschulen abgefertigt sind – machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Unteren Sewisee und sehen wieder Pferde, aber auch Murmeltiere und Steinböcke.
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