E5 – Etappe 2a

Warum Etappe 2a?

Wir haben – aus verschiedenen Gründen – beschlossen, den E5 bzw. das am meisten begangene Stück von Oberstdorf nach Meran nicht in 6 Tagen zu gehen, sondern die Strecke auf mehr Etappen zu verteilen. Das hat den Vorteil, dass die meisten Tagesetappen kürzer sind und wir noch dazu jede zweite Nacht etwas komfortabler und mit mehr Privatsphäre übernachten können.

Ja, Hütten sind toll, aber 6 Nächte hintereinander und dann nur auf relativ  großen Hütten und im Zweifelsfall immer mit den gleichen Leuten, die den gleichen Weg gehen…
Da nehmen wir doch die etwas entspanntere Variante. Wir sind jetzt auch ganz froh, dass wir das so machen,  denn wir stellen fest, dass für jns Flachländer ein Wanderurlaub im Jahr (und letztes Jahr waren es nur 3 Tage) einfach nicht ausreicht, um als Höhentraining zu dienen, so dass wir uns langsam an die Höhe gewöhnen müssen.

Aber zurück zum E5. Der gestrige Abend war noch sehr nett. Wir haben mit einem bergerfahrenen Paar aus Bremen am Tisch gesessen und unsere Zimmergenossen waren dagegen leicht überfordert. Der Vater (bergerfahren) wollte Frau und Tochter eine Schnuppertour bieten. Die Mutter in Turnschuhen, die Tochter immerhin in Schuhen mit Profil.
Meine These: das ist ein  Abschreckungsmannöver, damit er zukünftig alleine los darf…

Wie auch immer. Nachts hat es auf jeden Fall angefangen zu regnen jnd heute morgen regnete es immer noch, wir saßen quasi zwischen den Wolken und immer wieder kam mehr oddr weniger viel Regen runter.
Unsere Etappe war überschaubar. 100 Höhenmeter rauf, 900-1000 Höhenmeter Abstieg, dann kurze Busfahrt oder 2h zu Fuss durchs Tal. Laut Hüttenpersonal war die Fahrstrase wegen Bauarbeiten gesperrt, also haben wir uns auf Laufen eingerichtet.

Erstmal entspannt frühstücken, dann geht es los. Quasi sofort mit Regenponcho. Vom Mädelejoch und dem Grenzschild zu Österreich sehen wir dank Wolken fast nichts.

Der obere Teil des Abstiegs ist dann recht steil und uneben und man muss konzentriert gehen, irgendwann wird es besser. Wir ziehen mehrfach die Ponchos an und aus, irgendwann bleibt es trocken und auch der Weg wird einfacher zu gehen. Weniger Steigung und eben.

Wir machen eine Pause an der Unteren Rossgumpenalm, trinken was. Die Pause tut den Beinen sehr gut.
Nach 20min geht es weiter, auf gut ausgebautem Weg am Fluss entlang. Wir haben viel Gegenverkehr von Tagesausflüglern. Am Café Uta biegen wir rechts ab und folgen dem Weg entlang der Simmser Wasserfälle. Da lässt es sich nicht so gut gehen. Die regenmassen Felsen weiter oben waren wenig rutschig, aber hier ist alter Beton, der ist fast wie Schmierseife. Wir kommen aber unbeschadet unten an.

Allerdings stellen wir fest,  dass wir Österreichs längste Fussgängerhängebrücke umgangen haben, die ich eigentlich hatte sehen wollen. Aber egal, ich lauf nicht wieder rauf. 🙂

In Holzgau angekommen stellen wir fest, dass die Strassensperrung ein Gerücht war. Wir können also Bus fahren. Haben aber noch 1h Zeit und so essen wir erstmal was im Hotel zu Post.

10min Bus statt ca 2h zu Fuss sind eine gute Alternative, finden wir.
Unsere Pension ist etwas versteckt, das Haus ist neu verputzt und hat kein Schild und keine Hausnummer,  weshalb wir es erstmal nicht in Betracht ziehen.

In unserem Zimmer sortieren wir uns kurz, schicken ein paar Nachrichten und machen Siesta.

Dann ein leckeres Abendessen ein paar Türen weiter und den Abend friedlich und mit hochgelegten Beinen ausklingen lassen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s