Antelope Canyon

Start um 7 mit Frühstück bei Denny’s, denn hier gibt es im Hotel kein Frühstück. Doch da wir jetzt in Arizona sind, fühlt es sich dank anderer Zeitzone an, als wäre es schon 8.

Es ist eine schwierige Entscheidung, wohin wir gehen, denn es gibt den Upper und den Lower Antelope Canyon und man kann mit externer Agentur oder mit den Guides direkt vor Ort gehen.
Erstmal zum Lower Canyon, weil der günstiger und weniger voll ist. (Wir folgen der Empfehlung unseres Reiseführers, was in diesem Urlaub nie schlecht war.) Externe Agenturen sind nun wirklich nicht nötig. Der Eintritt beträgt 8+20$ (Eintritt Tribal Park + Eintritt in den Canyon).

Wir könnten ein Stativ mitnehmen, müssten aber der einstündigen geführten Tour folgen zügig folgen und hätten wenig Zeit, das Stativ in Ruhe zu nutzen. Die geführte Fototour wäre 2-stündig und würde eine halbe Stunde später losgehen. Aber noch 45 min in der schon recht warmen Sonne stehen? Wir beschliessen, erstmal zusammen die normale Tour zu machen, und wenn das nicht reicht oder ein Stativ unbedingt nötig ist, könnten wir ja zu zweit nochmal eine spätere Tour machen.
Unsere Gruppe besteht aus 10 Touristen (6x DE, 2x NL und 2x USA, aber ursprünglich aus SE), sowie unserer/m Guide (gibt es dafür eine weibliche Form?) Daisy und ihrem Ehemann.
Ein Glücksgriff. Daisy gibt tolle,Tipps, wo ein schöner Blick ist, ihr Mann will auch privat fotografieren und trödelt daher, so dass wir uns nicht so beeilen müssen. Das Mädel, was die Gruppe nach uns führt hat eine Flöte dabei und spielt immer mal wieder, was wir gut mitbekommen, weil wir ja langsamer sind.
Der Canyon ist ein toller Ort und wir sind völlig begeistert. 10min Fussweg dürch „Wüste“, dann geht es eine steile Treppe runter und man steht am Boden der Schlucht zwischen den Felswänden, die zwischen 5m und „man passt gerade so durch“ weit auseinander liegen. Manchmal ist am Boden auch nur einen Fuss breit Platz.

Antelope Canyon 1
Aus Sandstein ausgewaschen, rot leuchtend, sieht das aus wie versteinerte Wellen. Immer wieder anders. Je nachdem, wie viel Licht einfällt, ändert sich die Farbe von grau/schwarz/lila über rot/orange zu gelb/weiß.

Antelope Canyon 2

Nach ca 1,25h sind wir wieder draussen und müssen erstmal wieder in der Realität ankommen.
Der schwedische Amerikaner rät uns von Upper Canyon ab. Seine Frau und er waren gestern dort und es war total überlaufen, weniger schön, deutlich teurer und heute ist auch noch Samstag, also noch voller.
Und da wir so begeistert von unserer Tour waren und ich ca 330 Fotos in der einen Stunde gemacht habe (ich glaube, das ist mein bisheriger Rekord an Fotos pro Stunde, wenn das den eine sinnvolle Maßeinheit ist), reicht uns das erstmal und wir sparen uns tatsächlich den Upper Antelope Canyon. Lediglich die Lightbeams (mehr oder weniger senkrechte Lichtbündel, die von oben in den höhlenartigen Canyon einfallen), für die der Canyon berühmt ist bekommen wir dann nicht zu sehen. Aber immerhin hatten wir einen winzigen Vorgeschmack, wie so etwas wirkt:Antelope Canyon 3

Im Canyon haben wir deutsche Touristen getroffen, die alleine mit ihrer Kamera-Ausrüstung unterwegs waren und erfahren, dass der 2. Anbieter vor Ort (Daisy’s Bruder ist, wie sie uns erzählt) auch Fotografen-Permits herausgibt, mit denen man 2h alleine durchlaufen darf, man muss aber eine Spiegelreflex-Kamera und ein Stativ vorweisen können… Beim nächsten  Mal.

Wir fahren um 10 zurück zum Hotel, fertig von den vielen Eindrücken und machen dort erstmal Kaffee-/Teepause in der Lobby, da unsere Zimmer noch von der Putzkolonne bearbeitet werden.
Danach ein Besuch im Pool und noch mehr Pause.

Um 13 Uhr Mittagessen bei Subway, zur Abwechslung, denn bei Denny’s haben wir ja schon gefrühstückt.
Weiter zum Supermarkt. Die Temperatur liegt bei 95 F.
Danach fahren wir zu der Marina am Antelope Point. Hier gilt ebenfalls unser Interagency Pass und wir erkundigen uns nach Bootstouren und kaufen Tickets für die letzte Tour des Tages um fünf. 27$ statt 45$ bei der anderen Marina, wenn auch für eine kürzere Fahrt, aber das Ziel ist das gleiche, wir starten aber näher dran.

Zurück zum Hotel, Kameras holen, Sonnencreme auftragen, noch ein wenig erholen, die Temperaturen sind wir schliesslich nicht gewöhnt.

Wir sind um 16.20 auf dem Parkplatz und bekommen zufällig ein Shuttle-Wägelchen. Der Parkplatz ist ein paar hundert Meter vom Wasser entfernt, v.a. aber auch 60-70 Höhenmeter (hin bergab) und es gibt einen Shuttle-Service mit Golf-Wägelchen.

Eine tolle Bootstour über den Lake Powell (schon wieder keine amerikanischen Touristen, nur Holländer, Schweizer, 3 Chinesen und wir), sehr entspannt und unaufgeregt, der Kapitän in Flipflops. Schönes Nachmittagslicht. Erst über ein Stück See und dann in den vom See überfluteten Teil des Antelope Canyons. Sehr verwinkelt, man denkt immer wieder, es geht nicht weiter und es tun sich immer mehr Ecken auf. Sehr schön. Felsen eher weiss, nur oben rot. Die Grenze zwischen den Farben markiert den langjährigen Pegel des Sees, hoch über unseren Köpfen.

Lake Powell
Leider wenig Erklärung, der Kapitän war zu entspannt, vermutlich hätten wir es uns aber auch nicht gemerkt…
Eine entspannte Stunde auf dem See bei tollem Licht u angenehmen Temperaturen.
Zurück am Anleger warten wir mit ein paar anderen auf ein Golfwägelchen, aber es kommt keins mit freien Plätzen. Irgendwann wird es uns zu blöd und wir gehen doch zu Fuß. Kaum sind wir unterwegs kommt ein Wagen mit extra vielen Sitzplätzen angedüst, hält aber nicht an. Also machen wir noch ein wenig Sport.

Umso mehr haben wir uns das Abendessen verdient. Weil es gestern so gut war, gehen wir gleich nochmal zu unserem Tankstellen-BBQ. Wieder sehr lecker.

Wieder sind wir zu früh für die Livemusik. Beim Bezahlen kleiner Small Talk mit der Chefin, die erklärt, dass die Ribs 16 (!) Stunden garen. Da wundert es uns nicht mehr, dass sie so zart sind.
Morgen wollen wir einen ruhigen Sonntag machen, statt in den überfüllten Upper Antelope Canyon zu gehen oder die doch recht weite Strecke zum North Rim des Grand Canyon zu fahren.

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