New York – Fundstücke Teil 2

..und noch mehr Eindrücke aus New York – heute weniger technisch.

In den Restaurants hingen überall Schilder, wie man „Choking victims“ helfen solle, also Personen, die ersticken, vermutlich weil sie sich beim Essen verschluckt haben. Was mich zu der Frage führt, ob so viele Leute beim Essen ersticken, dass ein flächendeckendes Ausstatten von Restaurants mit solchen Schildern nötig ist. Ist das eine zu europäische Sichtweise?

Ebenfalls in Restaurants – vor allem denen mit Fast Food – hingen auch überall recht groß Schilder mit Kalorien- bzw. Nährwertangaben der einzelnen Gerichte. Das fand ich ganz spannend, denn die waren nicht klein und versteckt, sondern groß und präsent. Das könnte hier auch noch ein bisschen mehr passieren.

Und noch mehr Restaurant-Eindrücke: Ja, man muss auf die Preise in der Speisekarte nochmal die Mehrwertsteuer und das Trinkgeld drauf rechnen, aber was ich bei dieser Reise zum ersten Mal gesehen habe: auf den Rechnungen war ein Vorschlag für die Trinkgeldhöhe gleich integriert, so nach dem Motto: Wenn sie 15% Trinkgeld geben möchten, sind das x$. Mann konnte den Betrag natürlich noch variieren, aber das Rechnen wurde einem so abgenommen. Als Tourist, der den doppelten Aufschlag von Steuer und Trinkgeld nicht gewohnt ist, finde ich das ja ganz praktisch, aber ist das ein Zeichen dafür, dass die Bevölkerung sonst nicht genug rechnen kann, um das selbst zu entscheiden? Oder soll so ein höheres Trinkgeld erzielt werden? Seltsame Neuerung.

Immer noch Essen, aber diesmal Supermarkt. Im Whole Foods am Union Square gab es sehr intelligentes Kassensystem. Über 20-30 Kassen – immer 2 (oder waren es 3?) hintereinander und mehrere Reihen von diesen Blöcken nebeneinander – waren geschickt auf engstem Raum platziert. Die Kunden stellen sich dann in mehreren Warteschlangen nebeneinander, wobei jede Schlange mit einer Farbe markiert ist.
Wird eine Kasse frei, blinkt auf einem Monitor die Nummer auf, sowie die Farbe der Warteschlange, aus der dann die erste Person dorthin geht.
Sozusagen die Perfektion des „Nummern ziehen“ ohne wirklich Nummern zu ziehen und es ging echt unglaublich schnell und hat erstaunlich viele Leute auf erstaunlich wenig Platz abgefertigt.

Und zum Schluss noch zu den unvermeidlichen Großstadt-Problemen: Hundekot auf der Strasse. Davon gab es erstaunlich wenig, denn – ähnlich wie hier – ist es in New York üblich, dass die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge einsammeln und entsorgen. Dort ist das aber noch deutlich weniger freiwillig als hier, denn überall stehen Schilder, dass eine Missachtung dieser Anordnung Strafen von bis zu 250$ nach sich ziehen können. Aber Müll in der Öffentlichkeit entsorgen ist in den USA ja grundsätzlich strafbar (bzw. teuer) und da fällt mir ein, dass der Alsterjogger auch noch aus den Informationen zum Marathon erwähnt hat, dass für die Marathonis eine „Erleichterung“ auf offener Strasse (wenn kein Dixie-Häuschen in der Nähe) tatsächlich auch zu Strafen führen kann.
Dank ausgefallenem Marathon ist da erstmal niemand in Versuchung geraten im letzten November 😉

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