NYC von oben

Der heutige Bericht muss etwas kürzer werden als der von gestern. Mal sehen, ob mir das gelingt 😉
Im TV läuft Wahlberichterstattung von der heutigen Präsidentschaftswahl, aber es bis lang sind es nur Hochrechnungen für die einzelnen Staaten, so dass wir wahrscheinlich eingeschlafen sind, bevor das Ergebnis feststeht. 
 
Heute morgen haben wir es ganz ruhig angehen lassen, Ich musste erstmal den Bericht von gestern zu Ende schreiben und wir wollten uns  nicht hetzen.
Wir haben dann mal die zweite U-Bahn-Station in unserer Nähe getestet, an der bislang kein Zug gefahren war.
 

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Unse Ziel für den Vormittag: die High Line. Eine stillgelegte oberirdische Bahntrasse, die vom Meat Packing District, dem  ehemaligen Schlachthof-Viertel, nach Chelsea führt. Die Trasse wurde begrünt und mit verschiedenen Sitzgelegenheiten und Kunstwerken ausgestattet, an einigen Stellen gibt es sogar Imbiss-Stände (heute hatte keiner geöffnet) und es gibt entlang der Strecke mehrere Zugänge.
Das ist echt eine tolle Stätte für Einheimische und Touristen, Quasi ein Naherholungsgebiet. Mit ein paar Kurven läuft man man auf eine Nord-Süd-Achse und sieht auf der einen Seite immer wieder den Hudson-River. Ausserdem gibt es stylische Neubauten und jede Menge Altbauten mit den typischen Feuerleitern zu sehen.
Wir waren total begeistert und wäre es etwas wärmer und weniger windig gewesen, hätten wir dort sicherlich auch ein gemütliches Päuschen eingelegt, so sind wir einfach nur dem Streckenverlauf gefolgt und haben immer wieder Neues entdeckt.
 
Am nördlichen Ende angekommen (nach ca. 2,3km), sind wir dann mal wieder einer Empfehlung unseres Reiseführers gefolgt und haben ein paar Strassen weiter im Skyline Diner gegessen. Stilistisch an den Jugendstil angelehnt und ein bisschen wie eine 60er Jahre Filmkulisse ist es zwar nicht so wirklich „gemütlich“, aber das Essen war gut und es schien, dass dort eher Locals als Touris waren.
 
Weiter ging es. Mit der Bahn wieder ein bisschen nach Süden, wo wir dann durch SoHo (SOuth of HOuston Street) spaziert sind. Ich habe die Gelegenheit genutzt, noch ein wenig Wolle zu kaufen, da dort mit PurlSoho ein sehr netter Laden vertreten ist. Viel schöne Wolle, toll arrangiert, ausserdem noch Stoffe und Handarbeitszubehör. Der Alsterjogger hat mir ein wenig Zeit gegeben und ist noch ein bisschen die Gegend erkunden gegangen. Nachdem ich gestern ja schon Qualitität statt Quantität gekauft hatte, wollte ich heute nicht nochmal ähnliche Beträge ausgeben und habe mich auf zwei  Stränge beschränkt. Von dem Laden bin ich dann auch fast so begeistert, wie ich es nach der Online-Recherche erwartet hatte, einziger Kritikpunkt: die Regale sind nicht beschriftet, d.h. man muss die Wolle rausziehen, um alle Informationen zu erhalten, die nicht die Farbe und die gefühlte „Materialbeschaffenheit“ sind. Für alle, die es interessiert, es ist ein Knäuel Socks that Rock Madeleine Tosh geworden und eins von Anzula.
 
Weiter ging es durch SoHo und Richtung Little Italy. Nach einem Zwischenstopp in einem Café sind wir dann mit der Bahn zum Rockefeller Center gefahren, wo wir auf die Aussichtsplattform gefahren sind.

Unterwegs sind wir noch kurz am Flat Iron Building ausgestiegen. Davon hatten wir beim Mittagessen ein tolles Foto an der Wand hängen sehen und wollten uns das Original ansehen.
Bei erträglichen Wartezeiten im Rockefeller Center (wir haben gesehen, wie viel Platz für Warteschlangen vorgesehen ist) waren wir dann gerade rechtzeitig oben, um noch Bilder vor dem Sonnenuntergang zu machen.
Die Aussichts“plattform“ besteht aus drei Etagen des Gebäudes. Auf der ersten ist man drinnen und es gibt eine kleine Aussenterrasse. Eine Etage höher ist man dann draussen hinter hohen Glaswänden und ganz oben ist dann nur nur eine hüfthohe Steinbalustrade (man würde abe auch nur eine Etage tief fallen…).
 
Bei ca. 1 Grad (Celsius) Aussentemperatur haben wir jede Menge Fotos gemacht und sind dann wieder zwei Etagen nach unten gegangen, um uns aufzuwärmen und zu warten, bis es richtig dunkel wird. Dann sind wir wieder rauf und konnten ein blau-weiss-rot beleuchtetes Empire State-Building fotografieren sowie den Rest der Stadt, der wieder hell erleuchtet war, was wohl Ende letzter Woche mangels Strom im Süden der Stadt noch nicht so  gewesen war.

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Um den Tag abzuschliessen, sind wir abends dann zum Columbus Circle gefahren und haben dort im Bio-Supermarkt Whole Foods eingekauft. Dort gibt es alles, was man als Tourist für ein leckeres Picknick oder als New Yorker ohne Zeit zum Kochen so für’s Abendessen braucht. Aber immerhin wohl alles Bio…
Auf jeden Fall sehr lecker. Wir haben uns gleich in den angeschlossenen Indoor-Picknickplatz gesetzt, damit wir nicht im Feierabendverkehr in der übervollen U-Bahn landen.
Das war dann auch gut so, denn kaum haben wir angefangen zu essen, stellten wir fest, dass wir doch ganz schön hungrig waren.
Und auf dem Rückweg war dann auch die Bahn nicht so voll.
 
Der nächste Sturm ist schon unterwegs zu uns. Morgen und übermorgen soll es auf jeden Fall regnen, wahrscheinlich auch schneien, aber das Schlechtwetter-Programm haben wir auch schon überlegt. 😉 

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