We did it!

Aufgund einer nicht wirklich vorhandenen WLAN-Verbindung im Hotel und Problemen beim mobilen Zugriff auf wordpress weiss ich nicht genau, wann ich das hier posten kann. Der Tag begann mit einem sehr leckeren aber etwas unruhigen Frühstück. Der Frühstücksraum war gefüllt mit einer großen Gruppe von einer Hotelfachschule und die haben fleissig geschnattert und wir haben dann schlicht gewartet, bis die fertig waren, um in Ruhe frühstücken zu können. Da es noch dazu ein wenig geregnet hat, hatten wir es nicht so richtig eilig, loszulaufen.

Den Start haben wir dann aber sehr entspannt angehen lassen, weil wir nach den ersten paar hundert Metern noch einen Stopp beim Bäcker eingelegt haben. Dann ging es aber erstmal los. Mal wieder auf Asphalt aber immerhin ohne Regenponcho. Man freut sich ja über die kleinen Dinge 😉

Im Lauf des Vormittags kam dann sogar die Sonne raus und bei km 6 haben wir einen ersten Stopp eingelegt. In Ermangelung einer Bank haben wir diesmal im Sonnenschein auf der Strasse gesessen.

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Und nur 2,5 km später haben wir dann in Tensbüttel mal wieder ein Bushäuschen genutzt, um noch etwas bequemer zu sitzen. Danach mussten wir dann doch nochmal die Ponchos auspacken, um nicht nass zu werden.

Bei km 12 sahen wir dann ein Schild, dass ein Blaubeer-Waldcafé ankündigte, leider ohne eine Entfernungsangabe. Trotzdem haben wir natürlich gehofft, dass es auf unserem Weg liegt. An der nächsten Kreuzung mussten wir -laut Karte, ein Schild war mal wieder nicht zu sehen – rechts abbiegen, haben aber durch den Regen ein paar hundert Meter weiter Autos parken sehen. Und jetzt? Zum Glück kam ein Auto aus der Richtung und wir konnten nachfragen. Die Leute im Auto haben uns den Besuch beim Heidehof Wittenmoor wärmstens empfohlen. Und in Anbetracht der Wetterlage erschien uns die Aussicht auf Kuchen und ein warmes Getränk doch sehr verlockend, auch wenn das einen kleinen Umweg bedeuten würde. Ein bisschen skeptisch waren wir noch, denn mir tat seit dem Morgen am linken Fuss die Achillessehne weh und wir haben versucht, den kürzesten Weg zu finden, damit wir auch wirklich durchkommen.
Aber die Aussicht auf den Kuchen und Pause sind zu verlockend. Und je näher wir kommen, desto mehr Autos sehen wir. Lauter Einheimische, die Blaubeeren kaufen oder selber pflücken. Wir reden hier von grossen Mengen, also ein Bollerwagen mit mehreren Eimern gefüllt. Unglaublich. Leider ist das Café draussen, aber immerhin überdacht und mit Fleecedecken bestückt.
Wir gönnen uns Blaubeerkuchen mit heißem Kakao:
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In Decken gewickelt, geniessen wir die Leckereien und die Pause und die Real-Comedy einer Gruppe am Nebentisch. Mehrere Erwachsene in verschiedenen Altersstufen und ein Mädchen im Grundschulalter bei dem Versuch Hausaufgaben zu machen. Es regnet noch immer.
Es hilft nichts, wenn wir nicht aufs Taxi umsteigen wollen, müssen wir weiter. Mein Fuss fühlt sich besser an nach der Pause, also los.

Die Beschilderung ist mal wieder nicht optimal, als wir zu unserem NOW zurückkehren, aber wir können ja die Karte lesen und zum Glück scheint wieder mal die Sonne. Und dann verkündet uns Franks GPS-Uhr, dass wir jetzt 100km gelaufen sind seit Kiel:
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Und schon sind wir in Bargenstedt. Dort gibt es sogar ein Restaurant, das nicht in unserer Karte verzeichnet ist, aber es macht erst in über einer Stunde auf. Immerhin gibt es gegenüber eine Bank, auf der wir uns nochmal ausruhen können. Wir machen uns auf nach Nindorf, wo auch ein Restaurant eingezeichnet ist und von wo aus es noch ca 4 km bis zum Ziel sind.

Aber kurz nachdem wir losgelaufen sind, fängt mein Fuss an, übel weh zu tun. Meine Befürchtung, dass ich es nicht schaffen werde, die ganze Strecke zu laufen, wird immer greifbarer. Ich bin genervt, denn so kurz vor dem Ziel will ich eigentlich nicht aufgeben. Wir gehen aber erstmal weiter, denn den letzten km bis zum Gasthof, aus dem dann doch noch fast 2 werden, schaffe ich doch bestimmt noch. Und ja, es wird immer mal besser und schlechter, aber leider nicht mehr richtig gut.

Am Nindorfer Hof angekommen, stellt sich raus, dass dieser erst gut anderthalb Stunden später öffnet…

Gut, wenn wir schon nicht einkehren können, nehmen wir halt den Bus, der quasi vor der Tür hält. Einer von den gefühlt vier Bussen, die hier am Tag fahren, scheint auch bald zu kommen (wir haben selten unübersichtlichere Buspläne gesehen!), aber aufgrund einer Baustelle ist die Strasse gesperrt und der Bus kann nicht vorbei kommen, wie wir von Passanten erfahren. An der Bushaltestelle war aber kein Infoschild oder ähnliches – wozu auch?
Da noch mindestens 4km mit meinem Fuss nicht sinnvoll erscheinen, rufen wir ein Taxi. Schade, aber vernünftiger.

Trotzdem war die heutige Etappe mit 19,2km unsere längste und es fühlt sich toll an, angekommen zu sein. Wir können es noch nicht so richtig glauben, dass wir morgen hgar nicht weiterlaufen müssen.

Zum Abschluss gönnen wir uns leckere Pizza im Mama Leone am Marktplatz von Meldorf. Das Hotelrestaurant sieht uns eine Spur zu elegant aus und wir haben Lust auf Pizza.

Jetzt entspannen wir vor dem Olympia-TV und legen die Füsse hoch. Mein Fuss fühlt sich dank der Ruhe schon besser an. Mal.sehen, was er in den nächsten Tagen so sagt.

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