Schneckenslalom

Es ist vollbracht, wir haben den ersten Tag gut hinter uns gebracht.

Aber von vorn:
In Hamburg sind ausser uns noch jede Menge Leute in den Zug gestiegen. Darunter auch eine mindestens zehnköpfige Gruppe fröhlicher Mittvierziger auf einem Ausflug. Zum Glück wollten die nur bis Elmshorn. Kurz vorher in Pinneberg hat es aber schon kräftig angefangen zu Regnen.

In Kiel sind wir erstmal aus dem Bahnhof raus zum Hafen, um auch wirklich an der Ostsee zu starten. Natürlich im Regen 😦
Nach dem „offiziellen“ Startfoto sind wir erstmal in das dortige Vapiano gegangen, um uns zu stärken. Nebenbei haben wir beschlossen, deren Motto für unseren Weg zu übernehmen: Che va piano va sano e lontano. Also lieber langsam, aber dafür gesund und weit.

Dann aber ab in den Bus zu unserem Ausgangspunkt. Und während wir noch im Bushäuschen unsere Siebensachen sortiert haben, hat es sogar aufgehört zu regnen. Und dann ging es tatsächlich los.

Wie sich heraus stellte, hatten wir nicht den gewünschten Weg erwischt, sondern waren parallel dazu unterwegs. Aber nicht schlimm. Wir sind dann doch richtig auf dem Eiderwanderweg gelandet, über den auch der Nord-Ostsee-Wanderweg führt. Den kennt nur irgendwie kein Einheimischer.

Entlang der Eider, durch das Hammer Wildgehege, unter einer Autobahn durch, durch einen schmalen, zugewachsenen Weg voller nassem Gebüsch und Matsch, über Hügel (von wegen Norddeutschland ist flach), bis wir im Naturschutzgebiet Westensee ankamen. Zwischdurch haben wir zweimal testen können, wie schnell wir unsere Regenponchos aus dem Rucksack holen und anziehen können.
Kurz vor den letzten beiden Kilometern haben wir noch eine kurze Rast auf einer Bank gemacht und dabei leider übersehen, dass wir dort auch hätten abbiegen müssen.So haben wir noch einen extra Kilometer eingelegt.
Auf dem richtigen Weg angelangt, wurden wir auch prompt mit sumpfigem Gelände belohnt. An einer Stelle ist mir das Wasser dann auch prompt von oben über die Löcher für die Schnürsenkel in die Schuhe gelaufen…

Unsere Unterkunft in Hohenhude ist ein Privathaus. Wir wohnen hier bei einer sehr netten Dame in einem liebevoll eingerichteten Zimmer mit vielen Reiseführern und sogar ein paar Spielen.
Leider gibt es keine Gastronomie in der Nähe und so haben wir bei unserer Gastgeberin Käse bekommen, den wir mit unseren restlichen Brötchen in ein Abendessen verwandelt haben.

Und wie nun kommt der Titel zustande? Ganz einfach: Wir haben noch nie so viele Schnecken gesehen wie heute und mussten tatsächlich im Slalom um sie herum laufen – und sind fast sicher keine erwischt zu haben. Und Nacktschnecken sind wirklich hässlich! Warum liegen eigentlich tote Schnecken immer zu mehreren zusammen, während die Lebendigen alleine unterwegs sind?

Die ersten 11,5km sind geschafft, bisher ohne größere Beschwerden und wir sind gespannt, was die nächsten Tage so bringen.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass ich diesen Post trotz Funkloch abschicken kann. 🙂

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